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www.palastbuendnis.de
heidrun • November 19. 2005 • POLITICAL AFFAIRS
.......hatte zum abriss-stop-tag aufgerufen.wir waren nicht soviele. warens überhaupt
1000?
aber es sind bestimmt wesentlich mehr,
die gegen diese idiotische idee eines neubaus
der schlosskopie sind. die gottseidank nicht
gleich verwirklicht werden kann, doch uns
erstmal eine unnötige brache bescheren wird.
"was berlin zu einer der aufregendsten
städte der gegenwart macht, ist seine
geschichte. dazu gehört auch die der
deutschen teilung."
die offiziellen nazibauten, in ihrer typischen
architektur, stehen noch heute. ja selbst ministerien
sind wieder in sie eingezogen.
und die fussballweltmeisterschaft findet im
hitlerschen olympiastadion statt.
und der palast?
durch die abrissdrohung hat sich eine
nichtetablierte kunstszene engagiert
und das skelett wunderbarst genutzt.
das verrückteste ist aber nach wie vor,
dass er zu einem symbol des
dialoges zwischen ost und west geworden
ist.
um zu erfahren wie`s weitergeht, kann
sich jeder unter www.palastbuendnis.de
informieren.



3 COMMENTS
Spannend ist der Palast ja. Und spannend finde ich: wenn es nie eine Abrißdiskussion gegeben hätte, wenn er schlicht asbestsaniert worden wäre, etwas umdekoriert und aufgehübscht,
dann wäre er niemals zu dieser kreativen Triebkraft geworden, die er jetzt ist. Denn das kreative Potential entfachte das 'Scheusal' erst mit dem Todesurteil.
Interessiert warte ich auf den Moment, in dem die 'Verschönerung' oder der Abriß des (in meinen von Sehgewohnheiten ermüdenden Augen fürchterlichen) Brunnens auf dem Alex (die 'Nuttenbrosche') diskutiert wird.
Werden wir ihn lieben, wenn er abgeräumt werden soll? Werden wir über ihn herziehen, wenn er touristisch-nett restauriert wird?
Das Aufregende an Mitte sind die Orte des Umbruchs. Aber wie lange kann man einen Umbruch stabilisieren?
weisst du, genau das habe ich auch schon gedacht. wahrscheinlich geht es um die sehnsucht diese kreative triebkraft zu erhalten in der aufgemotzten mitte. und umbruch stabilisieren widerspricht sich ja. d.h. dann ist es keiner mehr. wie kann man immer wieder in dieser breite neuen umbruch erzeugen?
Ein gutes Beispiel dafür was passiert, wenn man versucht, Umbruch zu stabilisieren, ist wohl das Tacheles -> Disneyworld. Eine Simulation seiner selbst, bestaunt und kommentiert von Butterfahrern mit Rheumadecken. Und sich dann neben einem 'richtigen Punk' fotografieren lassen...