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Mundharmonika reloaded. Sonntagabend im Festsaal Kreuzberg mit Julia Hummer and too many boys

jette • November 8. 2005 • URBAN COMMUNICATION







Nur schwerlich aus der sonntäglichen Bettfressschwere gelöst, um skeptisch-interessiert Julia Hummer and too many boys-Musik zu sehen und hören. Über den Support an diesem Abend gibts eigentlich nicht mehr zu sagen, als dass er als der Elliot Smith von Berlin angekündigt wurde und dass dieser das auf der Laminatbühne verschüttete Bier, mit Hilfe von Taschentüchern aus dem Publikum von eigener Hand wieder reinigte. Der Name ist entfallen. Auch nicht wirklich wichtig - waren doch zumindest 95% der Anwesenden wegen Julia Hummer and too many boys da.
Becks war zu der Zeit schon aus. Dann halt nen Astra und nur noch ganz kurz warten. Dem Produzenten, auch ein too many boy, beim Gitarren stimmen zugucken und: es war soweit. Die fünf jungs+frontfrau betraten ihre Bühne. Dem süffisanten "maître de soir" nach haben sie sich die vorhergegangenen Tourtage warmgespielt, um im heimischen Kreuzberger Kiez alles zu geben.
Nach ersten Mundharmonikaklängen und der Hummerstimme war die Melodie einsichtig - und das versteht sich als Kompliment.
Harmonisch.Folk.Country vermalt: sanfte Gitarren, gut eingesetzte Percussions, Gesang. Und auch optisch gibt die scheinbar lose zusammenhängende Gruppe ein wirklich gutes Bild. Leicht unterkühltes Posing, in den seltensten Momenten überdosiert eingesetzt. War die heisere Stimme Julia Hummers wirklich nur an diesem abend heiser? Wäre schade, klang nämlich wirklich gut. Das permanent inszeniert-benutzte halsspray ist weniger leicht zu verzeihen. Dem Konzertabend hat´s aber nicht geschadet.Und wenn der Tonmensch ein wenig Nachhilfe nimmt, wird der sound beim nächsten mal nur noch so dirty, wie´s der musik zuträglich ist. Vielen Dank!

3 COMMENTS

norman ON 9. November 2005 20:08

moin.
kleine gegendarstellung. dafür sind blogs ja da. ich hab auch die hummer gesehen und ich fand´s schrecklich. schlechte band, ohne talent und lust, komischer produzent in der mitte, scheinbar der direktor des ganzen. sie keine stimme und dieses komische halsspray am start. dann die songs langweilig, und zäh. sämtliche bobdylan vergleiche leider unpassend, bis auf die filzhüte. fand ich also alles stinklangweilig, der übliche verstyle kram (diesmal eben country und dylan und so) ohne substanz. ich bin dann nach der guten hälfte gegangen. der voract war wenigstens so schlecht dass es unterhaltsam war..

grüße, norman

jette ON 10. November 2005 13:11

das nennt man dann wohl unterschiedliche wahrnehmung. mit bob dylan hatte das ganze für mich gar nichts zu tun - und dem folk bin ich auch sonst nicht abgeneigt. für mich stimmte halt die inszenierung der band/bühnenshow und auch der nerdige produzent passte.
p.s.:hab das album interessehalber mitgenommen und das klingt nicht halb so gut abgehangen wie an dem abend. brauch dann wohl nicht zu fragen, ob du´s dir mal ausleihen willst...

norman ON 14. November 2005 21:08

eher nicht, aber danke!

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